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Baustelle

Während die Kanal-Baustelle in der Sankt-Mauri-Straße nahezu abgeschlossen ist, plant Straßen.NRW ab kommenden Mittwoch eine neue Baustelle. Infos gibt es hier:
https://www.strassen.nrw.de/de/meldung/b56-l136-einschraenkungen-durch-kreisverkehrsanierung-in-juelich-ab-mittwoch.html

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Der ÖPNV rund um Bourheim verändert sich!

Geht die Entwicklung mal wieder an uns vorbei?

Wer die politischen Aktivitäten und Diskussionen zum Thema ÖPNV rund um Bourheim verfolgt, kann aktuell zwei Themenkreise beobachten, bei denen „wir Bourheimer*innen“ Gefahr laufen, mal wieder „auf der Strecke“ oder genauer gesagt „nur an der Strecke“ zu bleiben.

Da über beiden Themen bereits viel geredet wurde, aber in Bourheim davon noch nicht wirklich viel davon angekommen ist, möchte ich beide Themenkreise kurz zusammenfassen und meine Sicht der Dinge darauf gerne wiedergeben.

Thema 1 – SB20 – hochaktuell!

Die SB 20 ist eine Schnellbuslinie, die Jülich zu bestimmten Zeiten des Berufsverkehrs „schnell“ mit Aachen verbindet. Aktuell hält diese Buslinie ein letztes Mal an der Haltestelle „Neubourheim“ (bei Königshäuschen) bevor es bei Jülich West auf die Autobahn geht um dann erst in Aachen (am Prager Ring) das nächste Mal anzuhalten.

Lange hat die Gemeinde Aldenhoven nun dafür gekämpft auch von der SB20 zu profitieren. Aus diesem Grund fährt die SB20 künftig erst in Aldenhoven auf die Autobahn nachdem sie dort (in Aldenhoven) auch noch einmal gehalten hat. Dies ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll und sei den Menschen aus Aldenhoven von Herzen gegönnt.

Nicht sinnvoll ist aber in dem Zusammenhang, dass die SB 20 – die ja dann künftig bei „Le Trou“ auch an der Haltestelle „Abzweig Bourheim“ vorbeifährt genau dies tut: „VORBEIFÄHRT“. Ein (Bedarfs-)Stopp hier ist ausdrücklich nicht vorgesehen.
Nachdem diese Planung bekannt wurde, habe ich mich inzwischen sowohl bei den Kreistagspolitikern von CDU und SPD und auch inzwischen bei unserem Bürgermeister dafür eingesetzt, hier doch nochmal „ein Wort für Bourheim einzulegen“. Denn mal wieder geht die ÖPNV-Planung „an Bourheim vorbei“.
Gleichzeitig habe ich vorgeschlagen. Bei „Le Trou“ einen kleinen P+R-Parkplatz (Für Fahrräder und PKW) zu planen, der auch sehr interessant für Menschen aus Merzenhausen, Barmen, Koslar und Kirchberg wäre, die hier eine attraktive Anbindung an die Schnellbuslinie erhalten könnten.  

Thema 2 – Revierbahn West – „Zukunftsmusik“

Bei diesem Thema könnte ich mich ganz entspannt zurücklehnen und denken: „Von der Bahn wirst Du ohnehin nichts mehr haben, sollen sich andere Ihre Köpfe zerbrechen.“ Wer mich kennt, weiß aber, dass das nicht meiner Mentalität entspricht. Daher auch hier meine Gedanken und Argumente…

Zwischen Aachen und Jülich (und weiter zur „Erftachse“) soll eine neue schnelle Bahnverbindung entstehen. Dafür werden aktuell Konzepte entwickelt und Machbarkeiten geprüft.
Aktuell sind die betroffenen Kommunen aufgefordert, Ihre Meinung zu ersten Varianten abzugeben, damit dann weitere Planungsschritte erfolgen können.

Wenn man nun auf den Streckenabschnitt Jülich Aachen schaut, gibt es mehrere Trassenvarianten, die sich im Jülicher Westen in zwei Hauptideen unterteilen lassen:

Eine „regionale“ Streckenführung über Koslar, Merzenhausen, Ederen usw. und eine „schnelle“ Streckenführung, die auf oder entlang der alten Bahntrasse über Aldenhoven führt.

Beide Varianten – wie schon bei der SB20 – fahren aber an Bourheim nur vorbei…
Während sich die Stadtverwaltung bereist auf die Variante „LR1_S_2“ festgelegt hat, sind sich die Politiker im Stadtrat noch nicht über die beste Lösung einig. Die Diskussion läuft also aktuell noch.

Aus Bourheimer Sicht und auch mit Blick auf den Jülicher Westen (also die Ortschaften „links der Rur“) plädiere ich tatsächlich auch für eine Lösung mit wenigen Halten bis nach Aachen, denn eine „Bimmelbahn die an jedem Briefkasten hält“ wird für die Menschen die schnell nach Aachen wollen keine große Hilfe sein. Und diese schnelle Variante ist tatsächlich, die auch von der Stadtverwaltung präferierte Lösung.

Was ich aber, dessen ungeachtet, für ebenfalls wichtig halte: Außer in Jülich am „Hauptbahnhof“ sollte diese Streckenvariante einen weiteren Haltepunkt – ich nenne ihn mal „Jülich-West“ bekommen. Dieser könnte sinnvollerweise im Bereich des Bourheimer Sportplatzes liegen – dort, wo die Trasse dann die Adenauerstraße queren würde – und wäre, wiederum mit einem kleinen P+R-Parkplatz, nicht nur geeignet die ÖPNV-Anbindung von Bourheim endlich einmal zu verbessern, sondern könnte (ebenso wie bereits für die SB20 der Haltepunkt bei Le Trou) eine attraktive Möglichkeit für die Menschen „links von der Rur“ also Kirchberg, Koslar, Barmen, Merzenhausen (und das geplante Quartier Nierstein) sein, um „auf diesen Zug aufzuspringen“. Für all diese Menschen bliebe ansonsten nur der Weg durch die Jülicher Innenstadt und die dortige Stellplatzsuche am Bahnhof, wenn sie die Künftige Revierbahn West nach Aachen nutzen wollen – und mal ehrlich: Dann bin ich über die Autobahn schon halb in Aachen, bevor ich überhaupt in Jülich am Bahnsteig stehe.

Wie sehen das die Menschen in Bourheim?
Sprecht mich – oder Eure Politiker – gerne an…

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Kiesgrube kommt nicht

Das Wochenende beginnt mit einer – aus Bourheimer Sicht – tollen Nachricht. Die Kiesgrube zwischen Adenauerstaße und Aachener Landstraße wird nicht kommen.

Bereits seit einigen Wochen kursierten in Bourheim Gerüchte, dass der Inhaber der Genehmigung auf die Umsetzung des Projektes verzichten werde. Ich wollte mich jedoch nicht an der Verbreitung ungesicherter Informationen beteiligen und habe erst heute über einige Umwege vom Geschäftsführer der Firma die Aussage erhalten, dass „das Projekt nicht weiterverfolgt wird“.

Nach 5 Jahren Hoffen und Bangen dürfen wir Bourheimerinnen und Bourheimer nun also davon ausgehen, dass uns diese auf 30 Jahre ausgelegte Belastung erspart bleibt.

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Corhelper und AED – was ist das?

In Deutschland erleiden jährlich rund 70.000 Menschen einen Herz-Kreislaufstillstand. Bereits nach drei bis fünf Minuten Herzstillstand treten bleibende Schäden im Gehirn auf. Etwa acht bis zwölf Minuten benötigt der Rettungsdienst in Deutschland durchschnittlich, um beim Patienten zu sein.

Um diese Lücke zu füllen hat die Region Aachen und damit der Kreis Düren ein Projekt gestartet, dass Ersthelfer schnell informieren und diese in die Lage versetzen soll schon vor Eintreffen des Rettungsdienstes qualifizierte Hilfe zu leisten.

Das Projekt umfasst zwei wichtige Säulen:

Säule Nummer 1 ist eine smartphonebasierte App – die Corhelper-App. Diese informiert bei Eingang eines Notrufes automatisch registrierte Ersthelfer in unmittelbarer Nähe des Notfallpatienten. Diese sind dann in der Regel deutlich schneller vor Ort und können bereits lebensrettende Maßnahmen ergreifen bevor der Rettungswagen eintrifft.

Säule Nummer 2 ist die flächendeckende Bereitstellung von sogenannten „automatisierten externen Defibrillatoren“ (kurz AED). Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen können diese Geräte durch Stromabgabe das Herz wieder in einen normalen Herzrhythmus bringen. Die Bedienung dieser Geräte ist durch eine Schritt-für Schritt-Anleitung auf dem eingebauten Display auch für Laien sicher durchführbar.

Wie kann nun dieses Projekt auch bei uns in Bourheim Realität werden?

Um die erste Säule zu stärken kann sich jeder qualifizierte Ersthelfer in der App als „Corhelper“ registrieren. Nähere Informationen dazu findet man hier: https://regionaachenrettet.de/ und hier: https://www.corhelper.de/

Bei der zweiten Säule plant die Stadt Jülich die flächendeckende Installation der beschriebenen AED-Geräte. Der Kreis Düren hat für das gesamte Stadtgebiet Jülich insgesamt 42 potentielle Standorte ermittelt, davon ist einer an der Bürgerhalle/Feuerwache Bourheim vorgesehen.

Da die Ersteinrichtungskosten pro AED bei 2.600 Euro liegen, ist nachzuvollziehen, dass die Stadt bei der aktuellen Haushaltslage nur in kleinen Schritten ein flächendeckendes Netz an Geräten zur Verfügung stellen kann. Aus diesem Grund ruft die Stadtverwaltung dazu auf, die zügige Installation durch zweckgebundene Spenden zu unterstützen. Der Aufruf richtet sich an Privatpersonen, Firmen und Vereine. Neben der Möglichkeit eine entsprechende Spendenquittung zu erhalten, bietet die Stadt die Möglichkeit Logo/Name der Spender am Installationsort anzugeben. Außerdem sichert die Stadtverwaltung die dauerhafte Unterhaltung und Wartung der AED zu.

Sollte jemand Interesse haben, das Projekt zu unterstützen und durch eine Geldspende zur schnellen Installation eines AED in Bourheim beizutragen, bitte ich um eine Nachricht an post@ortsvorsteher-bourheim.de. Sobald genug Spendenzusagen zusammengekommen sind, werde ich mit der Stadt die entsprechenden weiteren Schritte abstimmen.

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Schiedsfrauen stellen sich vor

Wir heißen Lydia Chenaux und Beatrix Gilson und sind ehrenamtlich tätige Schiedsfrauen der Stadt Jülich mit den Ortsteilen/Stadtteilen. Vor Amtsbeginn werden die Schiedspersonen vom Rat der Stadt gewählt und vom Direktor des Amtsgerichts Jülich vereidigt.

Unsere Aufgabe ist es bei zivilrechtlichen Nachbarschaftsstreitigkeiten und strafrechtlichen Verfahren im Bereich der Privatklagen (Beleidigung, einfacher Körperverletzung, Sachbeschädigung und ähnliches) auf Antrag einer Person schlichtend tätig zu werden.  Vorab kann uns jede Person gerne anrufen und wir werden das Verfahren erklären.

Es ist dazu oft nicht notwendig einen Rechtsanwalt oder die Polizei und Staatsanwaltschaft einzuschalten. Verfahren im Schiedsamt sind sehr viel schneller, günstiger und meist im Sinne aller Beteiligten. Natürlich auch eine Schlichtung mit Juristischen Personen.

Wir richten nicht sondern schlichten mit „unseren Worten“.

Ziel ist es ein Schlichtungsgespräch mit den Parteien zu führen und ein protokollierter Vergleich zu schreiben der 30 Jahre Bestand hat.

Sollte sich also eine /einer ihrer Mitbürger mit derartigen Fragen und Problemen an Sie wenden, ist es sehr hilfreich, den Bürger oder die Bürgerin an unser Schiedsamt zu verweisen bevor ein kostspieliges und langwieriges Verfahren mit Rechtsanwalt und gegebenenfalls Staatsanwaltschaft eingeleitet wird.

Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne.

Schiedsfrauen der Stadt Jülich
Lydia Chenaux
Jülich-Kirchberg
Tel.: 02461/7484
Mail: LChenaux(at)t-online.de

Beatrix Gilson
Jülich-Koslar
Tel. 0177/8526667
Mail: Beatrix.gilson(at)schiedsfrau.de

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Ab morgen werden die Tage wieder länger.

Heute ist der 21.12. Der kürzeste Tag des Jahres und ab morgen werden die Tage wieder länger. Bereits in frühen Zeiten wurde der Tag der Wintersonnenwende ganz besonders gefeiert. Und die frühen Anführer der christlichen Kirche haben dann auch gleich die Geburt des Gottessohnes in diese Zeit gelegt.

Viele freuen sich berechtigt auf ein paar Tage mit der Familie und einen guten Start in das kommende Jahr und im Fernsehen warten die Sender mit Jahresrückblicken auf und lassen das verflossene Jahr Revue passieren.

Wenn dann am Silvesterabend „Dinner for One“ läuft, wissen wir: das Alte ist vorbei und dass etwas Neues beginnt.

Heute früh bekam ich die Wochenend-Kolumne von Philipp Depiereux im Handelsblatt angezigt. Hier verlinkt:

USA: Warum wir Amerika verlassen und wieder nach Deutschland kommen

Philipp Depiereux schreibt über seine Erfahrungen in den USA und es sind zwei Punkte in seiner Kolumne, die ich besonders bemerkenswert finde. Zum einen die Aussage: „Deutschland ist in fast allem besser als die USA: soziales Netz. Infrastruktur. Verbraucherschutz. Bildung (bei allen Baustellen). Grundversorgung. Stabilität. Außer beim Mindset.“

Und zum anderen sein Wunsch zum Abschied:

„Jeden Tag eine gute Geschichte: Wenn wir ein neues Deutschland wollen, wenn wir ein starkes Europa wollen, dann reicht es nicht, nur „gegen“ etwas zu sein. Dann brauchen wir mehr „für“ etwas. Mein Vorschlag ist banal – und genau deshalb wirkungsvoll: Gewöhnen wir uns an, jeden Tag eine gute Geschichte zu erzählen. Eine echte. Eine konkrete. Aus dem Verein. Der Schule. Der Firma. Der Stadt. Aus der Politik, wenn sie mal liefert. Aus dem Alltag. Egal. Nicht als Schönfärberei. Sondern als Gegengift. Denn wenn wir nur das Schlechte erzählen, trainieren wir uns kollektiv auf Ohnmacht. Und Ohnmacht ist der Nährboden für Populismus, Zynismus und Stillstand.“

Der Blick des Autors geht dabei eher auf das große, auf Deutschland und Eurpa, doch ich denke sein Ansatz kann auch für uns in Jülich, in Bourheim nicht schlecht sein.

Meine gute Geschichte heute soll denn auch der Rückblick auf ein spannendes und buntes Jahr 2025 sein. In Bourheim konnte doch das ein oder andere bewegt und erreicht werden.

Als ein Beispiel sein hier das Vereinsleben genannt und hier möchte ich keinen einzelnen Verein hervorheben, sondern ein besonderes Highlight – den 1. Bourheimer Weihnachtsmarkt – nennen, der als Ergebnis einer tollen Zusammenarbeit der Vereinigten Vereine eine super Resonanz erlebt hat.

Ein anderes Beispiel ist der WC-Container an der Bourheimer Kirche, der nun fast fertiggestellt ist und ab dem Frühjahr nicht nur Kirchen- sondern auch Friedhofesbesuchern zu Verfügung stehen wird.

Dass nun auf unserem Friedhof auch Baumbestattungen möglich sind, ist ein Ergebnis langer Diskussionen in der Jülicher Friedhofskommission und Ersatz-/Neubauten für Feuerwehrgerätehaus und Bürgerhalle sind inzwischen auch auf einem guten Weg. Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes für die Stadt Jülich wird endlich auch das schon lange versprochene neue Wohngebiet (Parallel zum Linzenicher Weg) für Bourheim mit aufgenommen.

Und damit möchte ich auch schon einen Ausblick auf die Zukunft wagen:

Die bereits lange angekündigte Kanalsanierung in weiten Teilen Bourheims wird im kommenden Frühjahr nun mit einem ersten Bauabschnitt im Bereich der Sankt-Mauri-Straße beginnen.

Der Stadtverwaltung wurde in der letzten Woche ein konkreter Vorschlag für den Neubau der Bürgerhalle übermittelt, der bereits mit den diese nutzenden Ortsvereinen abgestimmt ist und somit nun weitere Planungsschritte und die Suche nach Fördermitteln ermöglicht.

Die neue Karnevalssession startet gleich im Januar und im September gibt es ein Kirchweihfest zum 250-jährigen Jubiläum des Kirchenbaus.

Man sieht, Bourheim lebt und wird auch bei den Zukunftsplanungen im Rathaus nicht vergessen. Lange ist nicht alles gut, aber es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken denn davon wird nichts besser werden.

Hierzu nochmal eine Textpassage aus dem oben zitierten Artikel:

„In Deutschland ist vieles abgesichert. Das ist ein Segen. Aber es hat eine Nebenwirkung: Wir gewöhnen uns an das Jammern als Grundrauschen. An das Besserwissen ohne Tun. An das Delegieren von Verantwortung: „Die Politik“, „die Verwaltung“, „die Medien“, „die da oben“, „die anderen“.“

John F. Kennedy hat in seiner Antrittsrede als Amerikanischer Präsident gesagt: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“

Ich wünsche mir und uns allen eine gesegnete Weihnachtszeit und einen gesunden Jahreswechsel. Und für das 2026 wieder mehr Menschen die genau dieser Aufforderung folgen und sich fragen, was sie für ihr Land (ihre Stadt, ihr Dorf) tun können.

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Baumbestattungen jetzt möglich

Am 01.11.2025 tritt die 5. Änderung der Gebührensatzung für die Nutzung städtischer Friedhöfe in der Stadt Jülich in Kraft. Hiermit ist der letzte Schritt getan, damit – auch auf dem Bourheimer Friedhof – nun Baumbestattungen möglich werden.

Nachdem ich ja bereits am 27.03.2025 an dieser Stelle über die Baumpflanzung auf unserem Friedhof berichtet hatte und durch Spenden vieler Bourheimerinnen und Bourheimer auch eine neue Bank in dem Bereich aufgestellt wurde, hat der Bauhof nun auch eine Steele errichtet, an der die Namen der hier am Baum bestatteten Platz finden werden.

Mit der jetzt verabschiedeten Gebührensatzung können nun auch ganz offiziell in Bourheim Baumbestattungen stattfinden.

Hier nochmal der entsprechende Auszug aus der Friedhofssatzung:

„Baumbestattungen“ werden als neue Grabform in die Friedhofssatzung und die zugehörige Gebührensatzung aufgenommen. Diese werden ausschließlich als Urnenreihengrabstätten auf den städtischen Friedhöfen angeboten. Die Beisetzung der Asche erfolgt in einem Grabfeld mit Baumbewuchs, in einem verrottbaren Behältnis oder vollständig ohne Behältnis (Einbringen, nicht nur Aufbringen der Asche). Jedes Grabfeld für Baumbestattungen wird im Randbereich mit einer Betonpalisade o.ä. versehen, an der, auf Wunsch, der Name der beigesetzten Person angebracht werden kann.

Die Gebühren für eine Baumbestattung ergeben sich aus der nun verabschiedeten Satzung wie folgt:

Artikel I

1. Gebühren für Erwerb und Verlängerung von Nutzungsberechtigten

1.12 Reihengrabstätte für Baumbestattungen 823,00 € (Nutzungsdauer 30 Jahre)

Artikel II

2.2 Gebühren für Urnenbestattungen

2.2.1 Aschenurnen in Urnenreihen- und Urnenwahlgrabstätten 228,00 €

(Alle vorgenannten Angaben ohne Gewähr. Konkrete Auskunft gibt das Bauverwaltungsamt der Stadt Jülich unter Tel. 02461/63-352)

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ÖPNV und Bourheim…

das sind zwei Begriffe, die man nicht wirklich in einem Satz zusammen bringen kann. Will man es kurz zusammenfassen, dann vielleicht so:
In der Woche ist die Anbindung Bourheims an den ÖPNV schlecht und am Wochenende erst gar nicht gegeben.
„Der Bourheimer/die Bourheimerin kennt es nicht anders und hat sich arrangiert“, möchte man meinen.

Nun gibt es folgenden Hinweis von der ASEAG:

Ob „eine neue Linienfahrt“ statt des Anruf-Linientaxis am Spätnachmittag in der Woche wirklich eine Verbesserung darstellt, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls bedeutet die Änderung am Samstag weiterhin keine Verbesserung für Bourheim, weil diese weiterhin – wie ich das lese – in Aldenhoven endet.

Gibt es hier „Redebedarf“. Dann freue ich mich über einen Hinweis!

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Erntedank 2025

In diesen Tagen feiern wir Erntedank. Dieses Fest – entstanden als kulturell verankerter Ritus, um in den verschiedenen Religionen Gott (oder den Göttern) für die Früchte der Erde zu danken – regt uns an, zu schauen was wir durch „unserer Hände“ Arbeit und die Unterstützung anderer erreicht haben, zu danken und auch nach vorne zu schauen.

Ich möchte an dieser Stelle Dank sagen an all diejenigen, die sich um das Zusammenleben in Bourheim verdient gemacht haben. Und dabei möchte ich keine Namen nennen, denn ich wüsste nicht wo ich anfangen und enden soll, ohne jemanden zu vergessen oder herabzustufen.

Daher nur einige Beispiele, was in Bourheim geschieht, oft ohne, dass man es sieht, und was aber hilft unser Dorf „beisammen zu halten“:

  • Im Frühjahr trafen sich Kinder und Erwachsene, um auch in und um Bourheim am Jülicher Frühjahresputz teilzunehmen
  • Durch das Jahr gab und gibt es immer wieder Termine des NACH*BARS-Coffe-Bike, wo ehrenamtliche Barista auf dem Dorfplatz zu Kaffespezialitäten einladen
  • Menschen kümmern sich im Kleinen
    • um den Bücherschrank
    • um den Neuanstrich der Sitzmöbel
    • um die Bäume auf der Obstwiese
    • um den neu gepflanzten Baum für die Baumbestattung auf dem Friedhof
  • Ortsvereine kümmern sich um unserer aller Sicherheit, um sportliche und kulturelle Angebote
  • Menschen sorgen dafür, dass unsere Kirche regelmäßig geöffnet ist und zum Kommen, Beten und Verweilen einlädt.

Die Ernte, von der wir alle dabei profitieren, nennt sich lebenswerte Dorfgemeinschaft. Und für das Engagement, dass diese Ernte reifen lässt kann man nicht oft genug DANKE sagen.

Mancher Einsatz ist spontan und ein direkter Nutzen lässt sich nicht sofort erkennen. An anderer Stelle braucht es intensive Vorarbeit, damit ein Projekt – eine Ernte reifen und wachsen kann.

Aktuell kann man an unserer Kirche sehen, wie ein langwieriger Einsatz irgendwann Früchte trägt:

In der vergangenen Woche wurde der WC-Container angeliefert und aufgestellt, den der Förderverein Kirche Hl. Maurische Märtyrer Bourheim e.V. in Kooperation mit der Pfarrei Heilig-Geist und mit finanzieller Unterstützung aus Mitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes errichtet.
Dieser muss nun noch angeschlossen werden und wird dann bald nicht nur Kirchenbesuchern und Pilgern auf dem Jakobsweg, sondern z.B. auch Besuchern des Bourheimer Friedhofes zur Nutzung offen stehen.
Nach meiner Meldung im August hatte sich auch schon ein Freiwilliger gemeldet um bei der Anbringung der Holzverkleidung zu unterstützen.
Es zeigt sich nun aber noch eine weitere „kleine Baustelle“ für die noch Hilfe gesucht wird:

Der Container ist im Innern rollstuhlgerecht ausgestattet. Durch das sehr starke Gefälle im Aufstellbereich müssen wir jetzt noch eine Rampe bauen, damit er aber auch wirklich durch Rollstuhlfahrer (oder mit Rollator) genutzt werden kann.

Falls jemand die Möglichkeit hat sich mit entsprechenden Kenntnissen als Schlosser/Metallbauer hier beim Bau einer Rampe einzubringen. Würde das sehr helfen.


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Kommentar zum Wahlergebnis

Wer diese Seite und meine Informationen hier verfolgt, hat mitbekommen, wie entsetzt ich war, dass Bourheimer Mitbürger mit Lügen und Hassparolen für eine Partei Werbung machen, die auf Bundesebene verzweifelt dagegen prozessiert als „gesichert Rechtsextrem“ eingestuft zu werden. (Dass sie ein rechtsextremer Verdachtsfall sind, ist ja inzw. höchstrichterlich bestätigt.)

Die Hassparolen haben inzw. ja viele Bourheimer und Bourheimerinnen widerlegt und in vielen persönlichen Gesprächen wurde mir bestätigt, dass Bourheim ein toller und lebenswerter Ort ist.

Umso trauriger stimmt mich ein Aspekt der gestrigen Wahl, nämlich ein Wahlergebnis von knapp 20% für diese Partei in unserem Ort. D.h. jeder 5. Wähler hat gestern dafür gesimmt, dass Hass, Spaltung, Lügen und Menschenhass nun auch im Jülicher Stadrat legitimen Einzug finden.

Und dann wird mir heute morgen das oben gezeigte Bild in meinem Social-Media-Account angezeigt und ich muss überlegen:

„Was will mir das sagen?“

Zunächst: Mit einer Wahlbeteiligung von 74% (Urnenwahl+Briefwahl) zeigen die Bourheimerinnen und Bourheimer, dass demokratische Wahlen ihnen wichtig sind. Wir liegen damit rd. 10% über dem Jülicher Durchnschnitt und darauf kann man auch mal stolz sein.

Dann: 4 von 5 Wählern haben demokratische Parteien gewählt!

Und: Genau diesen demokratischen Parteien obliegt es nun in den kommenden 5 Jahren nicht nur, den rechtsextremen Kandidaten im Rat die Stirn zu bieten, sondern gleichzeitig eine Politik auf die Beine zu stellen, die Jülich weiter bringt und den Wählern im Jahre 2030 zeigen kann: „Wir schaffen gute Politik für unsere Heimat auch ohne die.“
Hier sind alle Demokraten auf kommunaler Ebene aufgefordert diese Aufgabe ernst zu nehmen.

Da ich in den vergangenen Jahren die Lokalpolitik ja ein wenig beobachten durfte, bin ich überzeugt, dass die Akteure das auch können. Schaut man genau hin, sieht man, dass es den Ratsfrauen und- herren bei ihrem ehrenamtlichen Engagement nämlich genau darum geht:
Jülich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu einem wunderbaren Ort für die Menschen zu machen. (Dass die Mittel beschränkt sind und dass jede Partei bei diesem Bestreben andere Schwerpunkte setzt, darf über diesen Grundkonsenz nicht hinwegtäuschen.)

Eine gute Basis für Bourheim bietet das Wahlergebnis trotz allem:

Zwar hat die SPD die Mehrheit im Ort verloren, aber mit Andreas Wilden (CDU) als direkt gewähltem Stadtrat und Nicole Bataille (SPD) als Stadträtin über einen Listenplatz, hat Bourheim nun zwei Fürsprecher im Städtischen Parlament, wenn es um unsere Belange geht.

Also, gehen wir die Zukunft gemeinsam an. Ohne Lügen, Hetze und hohle Sprüche und statt dessen mit Mut, Kraft und starkem Willen.