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Der ÖPNV rund um Bourheim verändert sich!

Geht die Entwicklung mal wieder an uns vorbei?

Wer die politischen Aktivitäten und Diskussionen zum Thema ÖPNV rund um Bourheim verfolgt, kann aktuell zwei Themenkreise beobachten, bei denen „wir Bourheimer*innen“ Gefahr laufen, mal wieder „auf der Strecke“ oder genauer gesagt „nur an der Strecke“ zu bleiben.

Da über beiden Themen bereits viel geredet wurde, aber in Bourheim davon noch nicht wirklich viel davon angekommen ist, möchte ich beide Themenkreise kurz zusammenfassen und meine Sicht der Dinge darauf gerne wiedergeben.

Thema 1 – SB20 – hochaktuell!

Die SB 20 ist eine Schnellbuslinie, die Jülich zu bestimmten Zeiten des Berufsverkehrs „schnell“ mit Aachen verbindet. Aktuell hält diese Buslinie ein letztes Mal an der Haltestelle „Neubourheim“ (bei Königshäuschen) bevor es bei Jülich West auf die Autobahn geht um dann erst in Aachen (am Prager Ring) das nächste Mal anzuhalten.

Lange hat die Gemeinde Aldenhoven nun dafür gekämpft auch von der SB20 zu profitieren. Aus diesem Grund fährt die SB20 künftig erst in Aldenhoven auf die Autobahn nachdem sie dort (in Aldenhoven) auch noch einmal gehalten hat. Dies ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll und sei den Menschen aus Aldenhoven von Herzen gegönnt.

Nicht sinnvoll ist aber in dem Zusammenhang, dass die SB 20 – die ja dann künftig bei „Le Trou“ auch an der Haltestelle „Abzweig Bourheim“ vorbeifährt genau dies tut: „VORBEIFÄHRT“. Ein (Bedarfs-)Stopp hier ist ausdrücklich nicht vorgesehen.
Nachdem diese Planung bekannt wurde, habe ich mich inzwischen sowohl bei den Kreistagspolitikern von CDU und SPD und auch inzwischen bei unserem Bürgermeister dafür eingesetzt, hier doch nochmal „ein Wort für Bourheim einzulegen“. Denn mal wieder geht die ÖPNV-Planung „an Bourheim vorbei“.
Gleichzeitig habe ich vorgeschlagen. Bei „Le Trou“ einen kleinen P+R-Parkplatz (Für Fahrräder und PKW) zu planen, der auch sehr interessant für Menschen aus Merzenhausen, Barmen, Koslar und Kirchberg wäre, die hier eine attraktive Anbindung an die Schnellbuslinie erhalten könnten.  

Thema 2 – Revierbahn West – „Zukunftsmusik“

Bei diesem Thema könnte ich mich ganz entspannt zurücklehnen und denken: „Von der Bahn wirst Du ohnehin nichts mehr haben, sollen sich andere Ihre Köpfe zerbrechen.“ Wer mich kennt, weiß aber, dass das nicht meiner Mentalität entspricht. Daher auch hier meine Gedanken und Argumente…

Zwischen Aachen und Jülich (und weiter zur „Erftachse“) soll eine neue schnelle Bahnverbindung entstehen. Dafür werden aktuell Konzepte entwickelt und Machbarkeiten geprüft.
Aktuell sind die betroffenen Kommunen aufgefordert, Ihre Meinung zu ersten Varianten abzugeben, damit dann weitere Planungsschritte erfolgen können.

Wenn man nun auf den Streckenabschnitt Jülich Aachen schaut, gibt es mehrere Trassenvarianten, die sich im Jülicher Westen in zwei Hauptideen unterteilen lassen:

Eine „regionale“ Streckenführung über Koslar, Merzenhausen, Ederen usw. und eine „schnelle“ Streckenführung, die auf oder entlang der alten Bahntrasse über Aldenhoven führt.

Beide Varianten – wie schon bei der SB20 – fahren aber an Bourheim nur vorbei…
Während sich die Stadtverwaltung bereist auf die Variante „LR1_S_2“ festgelegt hat, sind sich die Politiker im Stadtrat noch nicht über die beste Lösung einig. Die Diskussion läuft also aktuell noch.

Aus Bourheimer Sicht und auch mit Blick auf den Jülicher Westen (also die Ortschaften „links der Rur“) plädiere ich tatsächlich auch für eine Lösung mit wenigen Halten bis nach Aachen, denn eine „Bimmelbahn die an jedem Briefkasten hält“ wird für die Menschen die schnell nach Aachen wollen keine große Hilfe sein. Und diese schnelle Variante ist tatsächlich, die auch von der Stadtverwaltung präferierte Lösung.

Was ich aber, dessen ungeachtet, für ebenfalls wichtig halte: Außer in Jülich am „Hauptbahnhof“ sollte diese Streckenvariante einen weiteren Haltepunkt – ich nenne ihn mal „Jülich-West“ bekommen. Dieser könnte sinnvollerweise im Bereich des Bourheimer Sportplatzes liegen – dort, wo die Trasse dann die Adenauerstraße queren würde – und wäre, wiederum mit einem kleinen P+R-Parkplatz, nicht nur geeignet die ÖPNV-Anbindung von Bourheim endlich einmal zu verbessern, sondern könnte (ebenso wie bereits für die SB20 der Haltepunkt bei Le Trou) eine attraktive Möglichkeit für die Menschen „links von der Rur“ also Kirchberg, Koslar, Barmen, Merzenhausen (und das geplante Quartier Nierstein) sein, um „auf diesen Zug aufzuspringen“. Für all diese Menschen bliebe ansonsten nur der Weg durch die Jülicher Innenstadt und die dortige Stellplatzsuche am Bahnhof, wenn sie die Künftige Revierbahn West nach Aachen nutzen wollen – und mal ehrlich: Dann bin ich über die Autobahn schon halb in Aachen, bevor ich überhaupt in Jülich am Bahnsteig stehe.

Wie sehen das die Menschen in Bourheim?
Sprecht mich – oder Eure Politiker – gerne an…