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Corhelper und AED – was ist das?

In Deutschland erleiden jährlich rund 70.000 Menschen einen Herz-Kreislaufstillstand. Bereits nach drei bis fünf Minuten Herzstillstand treten bleibende Schäden im Gehirn auf. Etwa acht bis zwölf Minuten benötigt der Rettungsdienst in Deutschland durchschnittlich, um beim Patienten zu sein.

Um diese Lücke zu füllen hat die Region Aachen und damit der Kreis Düren ein Projekt gestartet, dass Ersthelfer schnell informieren und diese in die Lage versetzen soll schon vor Eintreffen des Rettungsdienstes qualifizierte Hilfe zu leisten.

Das Projekt umfasst zwei wichtige Säulen:

Säule Nummer 1 ist eine smartphonebasierte App – die Corhelper-App. Diese informiert bei Eingang eines Notrufes automatisch registrierte Ersthelfer in unmittelbarer Nähe des Notfallpatienten. Diese sind dann in der Regel deutlich schneller vor Ort und können bereits lebensrettende Maßnahmen ergreifen bevor der Rettungswagen eintrifft.

Säule Nummer 2 ist die flächendeckende Bereitstellung von sogenannten „automatisierten externen Defibrillatoren“ (kurz AED). Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen können diese Geräte durch Stromabgabe das Herz wieder in einen normalen Herzrhythmus bringen. Die Bedienung dieser Geräte ist durch eine Schritt-für Schritt-Anleitung auf dem eingebauten Display auch für Laien sicher durchführbar.

Wie kann nun dieses Projekt auch bei uns in Bourheim Realität werden?

Um die erste Säule zu stärken kann sich jeder qualifizierte Ersthelfer in der App als „Corhelper“ registrieren. Nähere Informationen dazu findet man hier: https://regionaachenrettet.de/ und hier: https://www.corhelper.de/

Bei der zweiten Säule plant die Stadt Jülich die flächendeckende Installation der beschriebenen AED-Geräte. Der Kreis Düren hat für das gesamte Stadtgebiet Jülich insgesamt 42 potentielle Standorte ermittelt, davon ist einer an der Bürgerhalle/Feuerwache Bourheim vorgesehen.

Da die Ersteinrichtungskosten pro AED bei 2.600 Euro liegen, ist nachzuvollziehen, dass die Stadt bei der aktuellen Haushaltslage nur in kleinen Schritten ein flächendeckendes Netz an Geräten zur Verfügung stellen kann. Aus diesem Grund ruft die Stadtverwaltung dazu auf, die zügige Installation durch zweckgebundene Spenden zu unterstützen. Der Aufruf richtet sich an Privatpersonen, Firmen und Vereine. Neben der Möglichkeit eine entsprechende Spendenquittung zu erhalten, bietet die Stadt die Möglichkeit Logo/Name der Spender am Installationsort anzugeben. Außerdem sichert die Stadtverwaltung die dauerhafte Unterhaltung und Wartung der AED zu.

Sollte jemand Interesse haben, das Projekt zu unterstützen und durch eine Geldspende zur schnellen Installation eines AED in Bourheim beizutragen, bitte ich um eine Nachricht an post@ortsvorsteher-bourheim.de. Sobald genug Spendenzusagen zusammengekommen sind, werde ich mit der Stadt die entsprechenden weiteren Schritte abstimmen.