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Ab morgen werden die Tage wieder länger.

Heute ist der 21.12. Der kürzeste Tag des Jahres und ab morgen werden die Tage wieder länger. Bereits in frühen Zeiten wurde der Tag der Wintersonnenwende ganz besonders gefeiert. Und die frühen Anführer der christlichen Kirche haben dann auch gleich die Geburt des Gottessohnes in diese Zeit gelegt.

Viele freuen sich berechtigt auf ein paar Tage mit der Familie und einen guten Start in das kommende Jahr und im Fernsehen warten die Sender mit Jahresrückblicken auf und lassen das verflossene Jahr Revue passieren.

Wenn dann am Silvesterabend „Dinner for One“ läuft, wissen wir: das Alte ist vorbei und dass etwas Neues beginnt.

Heute früh bekam ich die Wochenend-Kolumne von Philipp Depiereux im Handelsblatt angezigt. Hier verlinkt:

USA: Warum wir Amerika verlassen und wieder nach Deutschland kommen

Philipp Depiereux schreibt über seine Erfahrungen in den USA und es sind zwei Punkte in seiner Kolumne, die ich besonders bemerkenswert finde. Zum einen die Aussage: „Deutschland ist in fast allem besser als die USA: soziales Netz. Infrastruktur. Verbraucherschutz. Bildung (bei allen Baustellen). Grundversorgung. Stabilität. Außer beim Mindset.“

Und zum anderen sein Wunsch zum Abschied:

„Jeden Tag eine gute Geschichte: Wenn wir ein neues Deutschland wollen, wenn wir ein starkes Europa wollen, dann reicht es nicht, nur „gegen“ etwas zu sein. Dann brauchen wir mehr „für“ etwas. Mein Vorschlag ist banal – und genau deshalb wirkungsvoll: Gewöhnen wir uns an, jeden Tag eine gute Geschichte zu erzählen. Eine echte. Eine konkrete. Aus dem Verein. Der Schule. Der Firma. Der Stadt. Aus der Politik, wenn sie mal liefert. Aus dem Alltag. Egal. Nicht als Schönfärberei. Sondern als Gegengift. Denn wenn wir nur das Schlechte erzählen, trainieren wir uns kollektiv auf Ohnmacht. Und Ohnmacht ist der Nährboden für Populismus, Zynismus und Stillstand.“

Der Blick des Autors geht dabei eher auf das große, auf Deutschland und Eurpa, doch ich denke sein Ansatz kann auch für uns in Jülich, in Bourheim nicht schlecht sein.

Meine gute Geschichte heute soll denn auch der Rückblick auf ein spannendes und buntes Jahr 2025 sein. In Bourheim konnte doch das ein oder andere bewegt und erreicht werden.

Als ein Beispiel sein hier das Vereinsleben genannt und hier möchte ich keinen einzelnen Verein hervorheben, sondern ein besonderes Highlight – den 1. Bourheimer Weihnachtsmarkt – nennen, der als Ergebnis einer tollen Zusammenarbeit der Vereinigten Vereine eine super Resonanz erlebt hat.

Ein anderes Beispiel ist der WC-Container an der Bourheimer Kirche, der nun fast fertiggestellt ist und ab dem Frühjahr nicht nur Kirchen- sondern auch Friedhofesbesuchern zu Verfügung stehen wird.

Dass nun auf unserem Friedhof auch Baumbestattungen möglich sind, ist ein Ergebnis langer Diskussionen in der Jülicher Friedhofskommission und Ersatz-/Neubauten für Feuerwehrgerätehaus und Bürgerhalle sind inzwischen auch auf einem guten Weg. Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes für die Stadt Jülich wird endlich auch das schon lange versprochene neue Wohngebiet (Parallel zum Linzenicher Weg) für Bourheim mit aufgenommen.

Und damit möchte ich auch schon einen Ausblick auf die Zukunft wagen:

Die bereits lange angekündigte Kanalsanierung in weiten Teilen Bourheims wird im kommenden Frühjahr nun mit einem ersten Bauabschnitt im Bereich der Sankt-Mauri-Straße beginnen.

Der Stadtverwaltung wurde in der letzten Woche ein konkreter Vorschlag für den Neubau der Bürgerhalle übermittelt, der bereits mit den diese nutzenden Ortsvereinen abgestimmt ist und somit nun weitere Planungsschritte und die Suche nach Fördermitteln ermöglicht.

Die neue Karnevalssession startet gleich im Januar und im September gibt es ein Kirchweihfest zum 250-jährigen Jubiläum des Kirchenbaus.

Man sieht, Bourheim lebt und wird auch bei den Zukunftsplanungen im Rathaus nicht vergessen. Lange ist nicht alles gut, aber es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken denn davon wird nichts besser werden.

Hierzu nochmal eine Textpassage aus dem oben zitierten Artikel:

„In Deutschland ist vieles abgesichert. Das ist ein Segen. Aber es hat eine Nebenwirkung: Wir gewöhnen uns an das Jammern als Grundrauschen. An das Besserwissen ohne Tun. An das Delegieren von Verantwortung: „Die Politik“, „die Verwaltung“, „die Medien“, „die da oben“, „die anderen“.“

John F. Kennedy hat in seiner Antrittsrede als Amerikanischer Präsident gesagt: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“

Ich wünsche mir und uns allen eine gesegnete Weihnachtszeit und einen gesunden Jahreswechsel. Und für das 2026 wieder mehr Menschen die genau dieser Aufforderung folgen und sich fragen, was sie für ihr Land (ihre Stadt, ihr Dorf) tun können.